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Flüchtlingspastoral

Argumentationstraining gegen Stammtischparolen

Workshop für Mitarbeiter*innen in der Flüchtlingsarbeit und Interessierte
in Kooperation mit Caritas Geschäftsstelle Ahrweiler und der Landeszentrale für politische Bildung Rheinland-Pfalz

Samstag, 01. September 2018
09:00 - 17:00 Uhr
Kath. Pfarrheim Remagen, Kirchstraße 30a

Angesichts aktueller politischer Krisen und gesellschaftlicher Herausforderungen begegnen uns immer wieder Vorurteile und Stammtischparolen. Doch wie reagiert man richtig und angemessen darauf? Was entgegnen bei diskriminierenden und menschenverachtenden Aussagen? Wann ist Widerspruch und Argumentation gegen solche Aussagen nötig und sinnvoll?

Das ganztägige Argumentationstraining gegen Stammtischparolen soll zunächst sensibilisieren, auf der Arbeit und in der Freizeit genauer hinzuhören, Dinge zu hinterfragen und einzuhaken, wenn pauschal abwertende Sätze fallen. Die Teilnehmenden lernen, geäußerten Vorurteilen die eigene Meinung entgegenzusetzen und die Diskussion auf ein sachliches Niveau zu bringen. Ziel ist, Parolen, Schlagwörter und Äußerungen auf die Hintergründe ihres Aufkommens zu überprüfen, um anschließend argumentative Gegenstrategien zu Vorurteilen und Stammtischparolen zu entwickeln.

Auf der Basis eigener Erfahrungen und Erlebnisse der Teilnehmenden werden praktische Gruppenarbeiten und Rollenspiele entwickelt, in denen wirkungsvolle Handlungsmöglichkeiten und Reaktionsweisen eingeübt werden. In der anschließenden gemeinsamen Auswertung werden die Verhaltensweisen und Argumentationsmuster reflektiert und vertieft.

Die Teilnahme ist kostenlos.

Anmeldung bei der Landeszentrale für politische Bildung.

(Spirituelle) Wanderung für Ehrenamtliche in der Flüchtlingsarbeit - mit Impulsen zum Nachdenken und Anregungen zum Austausch

Freitag, 25.05.2018, 14:30 - ca. 17:30 Uhr
Treffpunkt: Abteikirche Maria Laach

Ehrenamtliches Engagement für und mit Flüchtlingen ist anspruchsvoll! Wer sich darauf einlässt, wird mit vielen Fragen, mit Not, Unsicherheiten, vielleicht auch mit Überforderung und Enttäuschungen konfrontiert. Die Wanderung bietet Gelegenheit, Erfahrungen in der Begleitung von Flüchtlingen zu bedenken und mit anderen Engagierten zu besprechen.

Die Teilnahme ist kostenlos.
Eine Anmeldung ist nicht erforderlich, erleichtert aber die Planung.

Leitung:
Brigitte Doege, Ehrenamtskoordinatorin Flüchtlingshilfe Caritas Geschäftsstelle Ahrweiler, Telefon: 02641-759860, doege-b(at)caritas-ahrweiler.de
Christoph Hof, Pastoralreferent Dekanat Remagen-Brohltal, Telefon: 02642-41759, christoph.hof(at)bistum-trier.de

Missio-Truck "Menschen auf der Flucht" am 13.04.2018 in Sinzig!

 

 

Zum Foto: (von links) Christoph Hof, Brigitte Doege, Melanie Deter, Manuela Vosen und Kaplan Thomas Hufschmidt kamen mit der Bevölkerung ins Gespräch und erklärten, was unser Konsum an elektronischen Geräten mit dem Bürgerkrieg im Kongo zu tun hat. (Foto: E.T. Müller)

 

Missio-Truck: "Menschen auf der Flucht". Jugendliche und Erwachsene informierten sich in Sinzig
Auf Einladung von Caritasverband Rhein-Mosel-Ahr e.V. - Geschäftsstelle Ahrweiler, Dekanat Remagen-Brohltal, HoT-Sinzig und Pfarreiengemeinschaft Sinzig machte der Missio-Truck Halt auf dem Kirchplatz vor dem Sinziger Rathaus. Erwachsene und Jugendliche, darunter auch eine Firmgruppe, Schülerinnen und Schüler der Klassen 8 bis 10 von der Barbarossa-Schule - Realschule Plus sowie der Sozialkundekurs der Klasse 11 vom Rhein-Gymnasium informierten sich über die millionenfache Flucht, Vertreibung und Menschenrechtsverletzungen. Am Beispiel von Bürgerkriegsflüchtlingen im Ostkongo wurden sie im Truck durch die multimediale Ausstellung geführt.

"Warum fliehen Menschen aus dem Kongo? Und was haben wir damit zu tun?": Mit diesen beiden Fragen verdeutlichte Pastoralreferent Christoph Hof vom Dekanat Remagen-Brohltal die Thematik. Denn ohne das im Kongo gewonnene Metall Coltan wäre es stumm im Handynetz. Mit jedem Handykauf fördern wir den Abbau von Coltan. Und dieses kostbare Metall ist ein Grund für den blutigen Bürgerkrieg im Kongo.

Die beiden Referentinnen Melanie Deter und Manuela Vosen vom Missio-Truck führten die Jugendlichen in Zweiergruppen in den virtuellen Rundgang, wo in acht Flüchtlingsgeschichten Menschen von ihrer Flucht auf Bildschirmen berichten. Wir schlüpfen in die Rolle von Christian, einem 28jährigen Taxifahrer, und müssen an einem Display entscheiden, was wir bei Flucht mitnehmen - Pass, Zeugnisse, Wasser, ein Handy - und keine Nahrungsmittel, keine Bücher. In einer Multimediashow sehen und hören wir Marcel, der in seiner Kirche steht, als plötzlich die Miliz das Dorf angreift. Auf einem Kleintransporter, der in den Missio-Truck eingebaut ist, erleben wir eine Fahrt an brennenden Häusern vorbei. Der Fahrer, den man auf dem Bildschirm im Führerhaus sieht, fährt uns durch den Dschungel und wir hören von Schicksalen und wie er Christian rät, seine Flucht nur im Schutz der Nacht fortzusetzen.

Die Besucher der Ausstellung "Menschen auf der Flucht" lernen in der Rolle von Flüchtenden die Ausnahmesituation von Flucht kennen. Unsere Firmgruppe ist betroffen, wie Krieg und Gewalt einem die Heimat rauben können, das Leben auf den Kopf stellen und den Boden unter den Füßen wegziehen. Auch eine Gruppe von Flüchtlingen vom Flüchtlingscafé Sinzig erfuhr im Missio-Truck von verschiedenen Hilfen, die kirchliche Missio-Partner in den betroffenen Regionen leisten: Soforthilfe, Empowerment, Traumaarbeit und Eingliederung in die Gesellschaft. Weltweite Fluchtursachen, persönliche Fluchtgeschichten aus verschiedenen Ländern und die Situation Geflüchteter in Deutschland ergänzen die Ausstellung.

Caritas-Mitarbeiterin Brigitte Doege, Ehrenamtskoordinatorin in der Flüchtlingshilfe im Kreis Ahrweiler, Kaplan Thomas Hufschmidt und Christoph Hof sind zufrieden mit der großen Resonanz. "Ich weiß, dass der Missio-Truck oft auf Schulhöfen steht. Aber hier auf dem Kirchplatz kommen wir auch mit vielen Passanten in Kontakt, die sich so wie die Schüler auf die Ausstellung einlassen. Die Präsentation ist sehr lebendig und weckt Verständnis für die aus ihren Ländern geflohenen Menschen", so Brigitte Doege. (Text: E.T. Müller)

Angebote für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter

Hier finden Sie Termine für das Jahr 2018 vom Fachdienst Migration im Caritasverband Rhein-Mosel-Ahr und dem Willkommensnetz.