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Herzlich willkommen!

Die nächsten Schritte gehen

Infoabend über die Gremienstruktur in der Pfarrei der Zukunft Sinzig

Glees – „Es ist nicht das Anliegen der Synode, Ehrenamt zu zerstören“ und „Es wird
weiterhin sonntags Eucharistiefeiern geben“, hat der Trierer Generalvikar Dr. Ulrich
Graf von Plettenberg bei einer Infoveranstaltung betont und somit gleich einige
Vorurteile ausgeräumt. Mehr als 130 Personen waren nach Maria Laach gekommen,
um sich über die Synodenumsetzung zu informieren. Bei dieser Veranstaltung waren
insbesondere die Ehrenamtlichen eingeladen, die Gremien der Pfarreien angehören.
Das Dekanat Remagen-Brohltal wird am 1. Januar 2020 als Pfarrei der Zukunft im
Bistum Trier starten. Damit gehen einige Veränderungen einher, die an diesem Abend
vorgestellt und diskutiert wurden.
Eine Zuhörerin äußerte Bedenken, dass viele Mandatsträger aus Protest gegen die
Synodenumsetzung ihre Ämter niederlegen werden, und ein weiterer Gast berichtete
davon, dass sich vielleicht weniger Engagierte finden, wenn die eigene Heimatpfarrei
so nicht mehr besteht. Weihbischof Jörg Michael Peters bedankte sich für die
zeitintensive Arbeit der Ehrenamtlichen und ermunterte: „Ihr Engagement ist auch in
der nächsten Zeit sehr erforderlich“. Er weiß, dass sich weniger Menschen für Räte
finden, „aber es gibt noch hochmotivierte Menschen, die sich für Kirche einsetzen“.
Neben kritischen Stimmen gab es auch hoffnungsvolle Rückmeldungen. „Wir haben
eine Chance, ein leeres Feld“, sieht ein Besucher die Umsetzung der
Synodenergebnisse als positive Bewegung. Ein Mitstreiter fügte hinzu: „Wir dürfen
nicht den Fehler machen und das alte Bild der Pfarrei auf die neue übertragen“. Es sei
ein neues Selbstbewusstsein der Gläubigen gefragt, selbst Orte von Kirche zu
entwickeln. Dabei kann es sich um Kindergärten, Ökumene-Kreise, Chöre,
Krankenhäuser, Messdienergruppen und Nachbarschaftshilfen handeln. In dem neuen
Gremium der Synodalversammlung erhalten diese Orte eine eigene Gewichtung, denn
Personen aus diesen Orten finden sich in der Synodalversammlung wieder.
„Es wird zu viel über Vermögen gesprochen, das Pastorale muss mehr betont werden.
Denn wir sind die Hände und Füße Gottes, um seine Liebe auf Erden auszudrücken“,
führte ein Teilnehmer an. Die Pastoral soll unter anderem auch dadurch gestärkt
werden, dass zukünftig ein leitender Pfarrer Verwaltungsaufgaben gemeinsam mit
einem Leitungsteam übernimmt. Die verbleibenden Pfarrer in der jeweiligen Pfarrei
haben dann mehr Zeit für Seelsorge. Generalvikar Plettenberg kennt aus eigener
Erfahrung die Masse an Verwaltungsaufgaben. Er war selbst sechs Jahre Pfarrer im
Saarland und hatte etwa ein Drittel seiner Zeit mit Verwaltungstätigkeiten verbringen
müssen. „Das muss in Zukunft nicht mehr sein“.
Am Infoabend geht es auch um andere konkrete Fragen: „Bei einer Wort-Gottes-Feier
wird ein Organist benötigt. Geht das überhaupt noch?“. „Die Orte von Kirchen
können in Verhandlungen mit dem Leitungsteam gehen und somit ein Budget für den
Musiker erhalten“, erklärt Plettenberg. Die Vermögensverwaltung wird in Zukunft
nicht mehr von Verwaltungsräten koordiniert. Es wird Verwaltungsteams geben. Die
Verantwortlichen von Seiten des Bistums laden die jetzigen Verwaltungsräte dazu
ein, sich in diesen Teams, die mit einem eigenen Budget ausgestattet werden, zu
engagieren. Sie übernehmen operative Aufgaben wie die Bewirtschaftung von
Gebäuden, Verpachtung oder Renovierung. Einen Verwaltungsausschuss wird es
ebenfalls verpflichtend innerhalb des Rats der Pfarrei geben. Der Ausschuss kümmert
sich etwa um den Jahresabschluss oder den Haushaltsplan. Die Synodalversammlung,
die mindestens einmal im Jahr tagen soll, wählt zehn Mitglieder für den Rat der
Pfarrei.
Doch wie lässt sich der Übergang gestalten? „Die neue Kirchengemeinde übernimmt
eins zu eins alle Rechten und Pflichten der alten Kirchengemeinde, dazu zählt
beispielsweise auch das Personal“, berichtet der Generalvikar. Es wird im Bistum
keine Zeit ohne Gremien geben, da sie eine wichtige Errungenschaft der
Mitbestimmung und der Beteiligung sind.
Schon jetzt sind auch alle Gremienmitglieder dazu aufgerufen, eine
Bestandsaufnahme von Orten von Kirche zu machen. Dechant Achim Thieser zeigt,
dass die Umsetzung der Synode im Dekanat Remagen-Brohltal schon längst
begonnen hat: „Die Kommunion- und Firmvorbereitung haben wir gemeinsam in der
neuen Raumgröße durchgeführt und das ist super angekommen“, berichtet er aus der
Praxis. Zudem gebe es einen weiteren Arbeitskreis aus Haupt- und Ehrenamtlichen
der sich um die Organisation von Gottesdiensten kümmert. „Die Menschen sind
begeistert, wenn wir neue Wege durch andere Gottesdienstformen gehen“. Heike
Kaldenbach vom Verwaltungsrat in Burgbrohl bestätig das: „Es macht richtig Spaß
dahin zu gehen“. In diesem Bereich wird sie sich auch in Zukunft engagieren. „Es
gibt so tolle Möglichkeiten, was zu machen; ich freue mich schon drauf.“ Einen
Verbesserungsbedarf sieht sie allerdings in der Kommunikation und in der
Vernetzung.
Dr. Peter Ockenfels aus dem Pfarrgemeinderat Kripp ist Lektor und
Kommunionhelfer. Er wird sich auch weiterhin engagieren „Ich kann mir gut
vorstellen, dass ich weiterhin in der Firmbegleitung und im Liturgieausschuss arbeiten
werde, aber möglicherweise auch in einem koordinierenden Gremium.“
Die bisherigen Räte gibt es bald nicht mehr, „aber Ihr Engagement muss sich nicht in
Luft auflösen“, erklärt der Generalvikar. „Das Gehörte bleibt nicht ohne Wirkung.
Helfen Sie uns mit, dass wir auch die nächsten Schritte gut gehen können“, schließt
Weihbischof Peters die Veranstaltung.
Weitere Informationen zu der neuen Gremienstruktur und der Umsetzung der
Synodenergebnisse gibt es auf www.bistum-trier.de/heraus-gerufen .

26. Februar 2019
Herausgegeben von der Bischöflichen Pressestelle Trier, Redaktion Koblenz
Abdruck und Auswertung honorarfrei; Verantwortlich: Judith Rupp, Redaktion: Julia Fröder
Florinspfaffengasse 14, 56068 Koblenz, Tel.: 0261-309217, Fax: 0261-309218
 bipkoblenz@bgv-trier.de Texte sind abrufbar im Internet: www.presse.bistum-trier.de

Hier stehen die näheren Informationen!

Das Dekanat Remagen-Brohltal......

... im Bistum Trier wurde 2004 aus den ehemaligen Dekanaten Remagen und Brohltal zusammengeführt.

Es besteht aus den fünf Pfarreiengemeinschaften Sinzig, Remagen, Breisiger Land, Brohltal und Kempenich.

Das Dekanat Remagen - Brohltal...

  • unterstützt die Pfarreien und Pfarreiengemeinschaften
    in Form von Projekten in ihrer Arbeit vor Ort.
  • entwickelt und koordiniert eine Pastoral im Dekanat, die die Herausforderungen unserer Zeit und die Botschaft des Evangeliums ernst nimmt.
  • schult und begleitet ehrenamtlich Engagierte und hauptberuflich Tätige in Gemeinden und kategorialen Diensten, Einrichtungen und Verbänden.
  • setzt sich für die Ökumene und den interreligiösen Dialog ein.
  • entwickelt Angebote einer kirchlich profilierten und gesellschaftspolitisch relevanten Erwachsenenbildung, die die „Themen der Zeit“ kompetent aufgreift.
  • nimmt den theologischen Bildungsauftrag für haupt-, neben- und ehrenamtlich Tätige wahr.
  • fördert den Dialog und die Auseinandersetzung mit wissenschaftlichen Erkenntnissen,
    die für die Pastoral von Bedeutung sind.
  • fördert die Kommunikation der Pfarreien und Pfarreiengemeinschaften untereinander
    und mit sozialen, kulturellen und politischen Einrichtungen.